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Donnerstag, 16. Februar 2012

Gewächshaus-Wolkenkratzer – in Schweden wird eine futuristische Idee konkretisiert

Gewächshaus-Wolkenkratzer von Plantagon. Illustration: Sweco.
 
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In der südschwedischen Stadt Linköping soll ein urbanes Wolkenkratzer-Gewächshauses entstehen. Erbaut wird es vom Unternehmen Plantagon, das sich klimafreundlichen Landwirtschaftslösungen der Zukunft verschrieben hat. Das 55 Meter hohe Hybrid-System soll erstes Experimentierfeld für die weitgehend automatisierte Aufzucht und Ernte von Gemüse dienen. Dabei könnte es sogar ohne zusätzlicher Energieversorgung auskommen.
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Der vor wenigen Tagen erfolgte Spatenstich gab den Startschuss zum urbanen Gewächshausprojekt in der siebtgrössten Stadt des Landes. Wie die PR-Managerin des Unternehmens, Carin Balf Arbman, gegenüber Pressetext mitteilte, laufen die Vorbereitungen für den Bau auf Hochtouren. In spätestens anderthalb Jahren könnte die Errichtung starten, man hofft jedoch, dass die Baustelle noch in diesem Jahr eröffnet wird. Mit der Fertigstellung wird in zwei bis drei Jahren gerechent, 2014 ist damit ein realistischer Termin.

Das Glasgebäude ist eine auf den Standort individuell abgestimmte Lösung. Linköping ist als Industriestandort in beträchtlichem Masse auf das örtliche Gaskraftwerk angewiesen. Dessen Abwärme und Kohlendioxid-Ausstoss sollen im Gewächshaus genutzt werden. Die Form der von Plantagon entwickelten Bauwerke variiert, um je nach Klimazone eine optimale Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Neben symbiotischen Anlagen wie der in Linköpingen will man in Zukunft auch alleinstehende Glashäuser errichten.

500 Tonnen jährlich

Die Produktion der Setzlinge soll weitgehend automatisiert sein. Der Salatanbau wird - von der Pflanzung bis zur Ernte - rund 35 Tage in Anspruch nehmen. In dieser Zeit sollen die Kulturflächen  von den oberen Stockwerken nach unten transferiert werden. Dort werden erfolgt die Ernte, der organische Abfall wird zur Biogaserzeugung genutzt, wobei die prognostizierten Restmenge laut Arbman als gering eingeschätzt wird.

Der Personalbedarf für den Betrieb des Projektes hängt jeweils von der Grösse der Kulturflächen und der Verwertung der Erzeugnisse ab, die sowohl lokal als Nahrungsmittel verkauft oder auch für industrielle Zwecke verwendet werden können. In Linköping rechnet man mit dem Bedarf von zwei bis fünf Arbeitskräften. Plantagon prognostitziert eine Produktion von 500 Tonnen an Nahrungsmitteln im Jahr. Wegen des hohen Interesses aus Asien und aus Gründen der Nahrhaftigkeit wird man im Rahmen des schwedischen Pilotprojekts auf fernöstliche Pflanzenarten setzen.

LEDs gegen langen Winter

Mit dem skandinavischen Winter, der sich mit zunehmender Nähe zum Polarkreis über ein halbes Jahr erstrecken kann, stellt sich den Erbauern eine weitere Herausforderung. Mit dem ersten urbanen Gewächshaus möchte man auch austesten, wie man in der kalten und dunkelen Jahreszeit ausreichende die Pflanzen ausreichend belichten kann. Es ist der Einsatz von spezielle LED-Leuchten geplant.

Text: pte/Pressetext Bilder: Plantagon/Tommy Hvitfeldt
 

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