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Heft Nr. 9/2012
Dienstag, 28. Februar 2012

Giardina 2012 – Leben im Garten

An der Giardina 2012 begegnen sich Lifestyle und romantische Schlossgärten.
 
Giardina 2012 in Kürze
  • Datum: Mittwoch, 14., bis Sonntag, 18. März 2012
  • Ort: Messe Zürich, Wallisellenstrasse 49, 8050 Zürich Oerlikon
  • Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag jeweils 9 bis 20 Uhr; Freitag von 9 bis 22 Uhr; Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr
  • Eintrittspreise: Tageskarte Fr. 35.–, Abendkarte Fr. 23.– (Mi./Do. ab 18 Uhr; Fr. ab 20 Uhr, Sa./So. ab 17 Uhr); Eintritt mit der FairCard 2011 Fr. 23.–; Gratiseintritt für Kinder bis zwölf Jahre in Begleitung eines Erwachsenen.
  • Onlineticket: Um Wartezeiten an den Tageskassen zu vermeiden, kann die Tageskarte auch über den Onlineshop im Voraus bezogen werden.
  • Internet: www.giardina.chog.
Bewertung: 
Vom 14. bis 18. März 2012 präsentiert sich im Rahmen der Giardina 2012 die Schweizer Gartenbranche mit dem Thema «Leben im Garten». 290 Aussteller zeigen in den sieben Hallen der Messe Zürich ein vielfältiges Spektrum vom Leben im Freien. Neuen Gestaltungstrends und interessanten Entwicklungen in der Materialwahl begegnen die Besucherinnen in 30 begehbaren Beispielgärten.
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Auch dieses Jahr wird das Herzstück der Giardina der Bereich «Giardina Style» sein. Interdisziplinäre Projektteams gestalteten 30 Sonderpräsenta­tionen in Form von 1:1 gebauten Sonderschauen (über 200 m2), Showgärten (70 bis 200 m2) sowie Ideengärten (20 bis 40 m2). Thematisch reicht das Spannungsfeld vom grossflächigen Traumgarten bis zur engen Terrassensituation im städtischen Wohnumfeld. Im Bereich «Giardina Market» bieten die Aussteller unterschiedlichste Dekorationen, Pflanzen zum Mitnehmen, hochwertige Technik sowie praktisches Zubehör an.

 

Im Trend

«Spürbar ist ein Trend hin zu gelebter Sinnlichkeit, organischen Formen, Geborgenheit und Wohlbefinden», heisst es in der Pressemitteilung. Romantik scheine wieder in Mode zu kommen, wofür sich ein Garten bestens anbiete. Doch Romantik kann nur aufkommen, wenn die Privatsphäre geschützt ist. Hier macht die Messeleitung ein weiteres Trendthema aus: Sichtschutz als Design- und Gestaltungselement. Das Bedürfnis nach Abgrenzung und Privatsphäre sei nicht zu unterschätzen. Die steigende Nachfrage nach Sichtschutzlösungen werde an der Giardina 2012 von vielen Ausstellern aufgenommen und kreativ umgesetzt.

 

Romantische Schlossgärten und ein Gartenkarussel

Im Folgenden schauen wir über den Zaun bzw. in die Website der Giardina 2012, um ein paar Beispiele aus der Vielfalt von Sonderpräsentationen herauszupicken.

 

Dass das «Leben im Garten» nicht erst heute einen grossen Stellenwert hat, zeigt die Sonderschau «Schlösser und historische Gärten erleben» vom ­Museum Aargau. So war zum Beispiel der repräsentative Garten auf Schloss Wildegg mit den romantischen Pavillons nicht nur Gemüselieferant, sondern auch Erholungsort für die Familie und ihre Gäste. Romantik verspricht aber auch das Wasserschloss Hallwyl und der Barock- und Rosengarten auf der Lenzburg, die ebenfalls Gegenstand der Sonderschau sind. 

 

Wie bunt die Welt nun auch im Terrassen- und Gartenbereich wird, zeigt Eternit (Schweiz) AG gemeinsam mit der A. Tschümperlin AG, Baustoffe, Baar, und der Zimmerei Böni, Wollerau. In der Sonderschau mit dem Thema «GrauBunt» stehen sich die beiden Extreme «monochrom» und «bunt» gegenüber. In Szene gesetzt wird aber auch das Zusammenspiel von kontrastierenden Materialien. Möbel und Accessoires aus Faserzement treffen auf Naturstein, Beton kombniert mit Holz und bunte Gefässe, farblich abgestimmt mit der Bepflanzung, ergänzen das Ensemble.

 

Der Verein Bioterra präsentiert sich in seiner über 60-jährigen Geschichte erstmals an der Giardina, und zwar unter dem Motto «Gärten verbinden». Zum Ausstellungskonzept gehören ein Bioterra-Forum mit Informationen über Vereinsaktivitäten und Gartentipps. Für Marktatmosphäre sorgen die Biogärtnereien Neubauer aus Erlen sowie Frei Weinlandstauden aus Wildensbuch. Die Fachbetriebe Garten und Holz, Garhol GmbH, Zürich, und Grünwerk AG Gärtner und Planer, Winterthur, stellen ihr gartenbauliches Können unter Beweis. Zudem wird den Besucherinnen ein Feld mit Frühjahrsblumen, ein Hochbeet mit Winterkräutern und ein Zaun aus lebenden Weiden präsentiert.

 

Unter dem Titel «Gartenkarussell präsentiert der Gärtnermeisterverband des Kantons Zürich eine romantisch verspielte Sonderschau, die von der Landschaftsarchitektin Regula Hodel entworfen wurde. Das Gartenkarussell ist ein farbenfroher, formaler Garten mit Blumen, Buchshecken und kleinkronigen Bäumchen, der sich im Kreis herum dreht. Die Besucherinnen sind eingeladen, auf den Sitzbänken unter einer Pergola Platz zu nehmen und mitzufahren. Realisiert wird die Sonderscahu traditionsgemäss von Lernenden aus dem Garten- und Landschaftsbau.

 

Privatsphäre schaffen

Dem Trendthema «Sichtschutz als Design- und Gestaltungselement» trägt der Showgarten «Hast du etwas Zeit für mich?» von netzwerkgarten.ch Rechnung. netzwerkgarten.ch ist eine schweizweite Plattform von Garten- und Gestaltungsprofis aus verschiedenen Fachgebieten. Sie präsentieren einen Garten in vier verschiedenen Modulen: Gartenvormittag, Gartenmittag, Gartennachmittag und Gartenabend. Die kompakte Raumstruktur des Showgartens nimmt das Thema des verdichteten Bauens auf. Mit u. a. dem gezielten Einsatz von raumbildenden Gehölzen und Gefässen soll ein hoher Grad an Privatsphäre erreicht werden.

 

Premiere und Experiment

In der Kategorie «Ideengärten» wartet die Gartenkultur GmbH aus Bern mit einer Premiere auf. Erstmals zeigt das junge Unternehmen raumbildende Elemente aus EPDM-Folie. Die massiven Kautschukbahnen, die man zum Isolieren von Flachdächern verwendet, werden im Stil einer klassischen Chesterfield-Polsterung präsentiert.
In einem kreisrunden Gartenraum dient eine Wand aus EPDM-Folie mit einem grosszügigen Fensterausschnitt gleichermassen als Sichtschutz und als strukturierendes Element. «Basierend auf neusten Technologien wird die Folie vorkonfektioniert und wie ein Schnittmuster zusammengefügt», heisst es in der Vorschau.

 

Leuthold Gärten aus Oberrieden laden zu einem Experiment ein. Im Rahmen eines Wettbewerbs können die Besucherinnen herausfinden, welcher von vier Gartentypen ihnen am besten entspricht. Mit der Hilfe von vier Gartenausschnitten, die in Rahmen und Programm gleich sind, sich aber in ihrer Ausgestaltung unterscheiden, stehen die folgenden vier optischen Grundtypen zur Verfügung: Der Designfreund (geradlinig, klar, formvollendet, reduziert), der Ästhet (kraftvoll, harmonisch, kreativ, edel), der Geniesser (üppig, heiter, sinnlich, farbig) und der Naturmensch (lebendig, dynamisch, eigenwillig, vielfältig).

Text: Othmar Gut, Landschafts- architetk HTL, Redaktion Bilder: Gärtner von Eden (1), zvg (3)
 

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